
Wir erwarben Container, von denen wir einen zu einem Werkstattraum und den zweiten zu einem Toiletten- und Duschcontainer ausbauten. Um den Abwässern gerecht zu werden, bauten wir, natürlich wieder in Eigenleistung, eine biologische Kläranlage. Jetzt war der Weg frei für Urlaube auf dem eigenen Clubgelände. Viele Mitglieder, die das nutzten versicherten, es wären ihre erholsamsten Ferien gewesen.
Bietet ein Hafen eine schöne Umgebung, so spricht sich das in Verbindung mit der Gastfreundschaft des MBC herum. So sind wir stolz, daß Mitglieder des Straßburger Clubs du Port de Plaisance wiederholt bei uns ihre Ferien verbrachten. Auch kam es vor, das der Landesvorsitzende von Hessen, Ottokar Frey, nur bei der Vorbeifahrt hereinschauen wollte und eine Woche hängenblieb.
Seine Worte: "Schiebt mich endlich zum Hafen raus, sonst komme ich gar nicht mehr heim..." sind treffend für ein gutes Clubleben, das Gäste integriert und als Freunde verabschiedet.
So war in den ersten Jahren im Elsaß ein solider Grundstein für den weiteren Schliff des MBC gelegt.

1989 war für den Verein ein Jahr der Arbeit und Ereignisse. Da die Schiffe im Hafen größere Dimensionen angenommen hatten, stellte sich immer öfter die Frage nach einer preisgünstigen Möglichkeit 12 m-Boote aus dem Wasser zu bekommen.
Der Plan reifte in Form einer eigenen Helling. Die Slipstraße wurde entsprechend präpariert, bis an die Wasserkante betoniert und mit Schienen versehen, die natürlich wieder zum Schrottpreis organisiert wurden. Das nächste Niedrigwasser bot die Gelegenheit, eine vorbetonierte Platte als Endstück unter Zuhilfenahme eines Kranes zu verlegen.

Es war bei Neptun eine schweißtreibende Arbeit, die viele Skeptiker dieses Projektes eines Besseren belehrte. Der MBC machte es wieder einmal möglich, das fast Unmögliche zu schaffen.
Doch was ist eine Helling ohne Wagen und Winde? Hier Abhilfe zu schaffen lag wieder im Organisationstalent einiger Mitglieder; der eine "fand" zufällig die richtigen Räder, in einem Kieswerk stand passend eine leistungsstarke Winde, natürlich wieder für wenig Geld, der Wagen wurde geschweißt. Dem Ersten Trockenlegen eines großen Schiffes stand nun nichts mehr im Wege.
Gerne wird diese Möglichkeit der Helling auch von unseren Nachbarclubs in Anspruch genommen.
Und als ob nicht genug Arbeit damit war, wurde auf dem Gelände der weitere Ausbau angegangen.
Unser Container wurde landschaftsgerecht mit Holz verkleidet, der Platz mit einem großen Radlader planiert, noch vorhandene Wasserlöcher aufgefüllt und als spontane Idee noch unser großer Steingrill aufgemauert. Es waren arbeitsreiche Tage im Frühjahr, die aber wieder den großen Zusammenhalt der Mitglieder prägten.