

Nachdem die Deutsch-Französischen Verträge über den Staustufenbau verhandelt waren, zogen schwarze Wolken für den noch jungen MBC-Iffezheim auf.
Es war im Frühjahr 1973, als mit dem Bau der Staustufe lffezheim begonnen wurde. Das eben erst mit viel Arbeit erstellte Clubgelände fiel der Planung dieses Jahrhundertbauwerkes zum Opfer. Wir mußten das Gelände räumen und fanden, fast ein Omen der Zukunft - bei den französischen Pionieren ein offenes Ohr für unsere Wochenendbelange.
Der Kommandeur gestattete uns, auf dem Militärgelände unsere Boote zu slippen und räumte uns den Aufenthalt am Ufer ein. Diese Notlösung half uns wenigstens, die Saison 1973 auf dem Wasser zu verbringen.
Für die Saison 1974 waren wir zunächst heimatlos. Durch gute Verbindungen gelang es uns, an der Murgmündung eine Wiese zu pachten. Wieder begann der MBC-eigene Arbeitseifer dieses Stückchen Land provisorisch für die Clubbelange herzurichten.
Wieder wurde eine eigene, wenn auch sehr provisorische Slipstelle angelegt und ein damals schon alter Unimog zum slippen der Boote gekauft.
Es muß an dieser Stelle bemerkt werden, daß dieser heute über 50 Jahre alte Oldtimer auch heute noch brav seinen Dienst im MBC verrichtet.
Es waren damals wohl die wilden Jahre des MBC. Alle die damals die "Murgeumel-Zeiten" miterlebt haben, erzählen noch heute gerne von den ausgelassenen Festen und der Kameradschaft, die damals wohl den Grundstein für den heutigen MBC legte.
Wasserski war eine Leidenschaft, und die Iffezheimer Mannschaft war in diesem Gebiet das wohl Verwegenste, was sich damals auf dem Monoski bewegte. 1. Plätze bei Langstreckenrennen in Eltmann/Main waren fast jährlich das Resultat vieler Trainingsstunden.
Die Murgmündung entwickelte sich wohl auch durch die Bootsfahrer zu einem Ausflugspunkt der Bevölkerung. Neue Bootsfahrer kamen hinzu und der Club wurde im Laufe der Zeit größer.
Wieder bemühte sich der Vorstand, der gewachsenen MBC-Gemeinde ein Clubgelände zu bieten. Doch trotz aller Anstrengungen und der Mithilfe des ADAC und des DMYV sollte es auf deutscher Rheinseite nicht gelingen. Immer wieder scheiterten wir am Veto des Umweltschutzes. Der Schriftwechsel begann Ordner zu füllen.
Resignation machte sich unter den Mitgliedern breit, mancher warf das Handtuch ob dieser Widrigkeiten und verließ den MBC. Der Verein stand vor einer großen Bewährungsprobe und drohte gar zu zerfallen.
Was konnten wir damals außer unserem Unimog zum slippen bieten? Nicht viel außer dem ungebrochenen Optimismus einiger Mitglieder. Doch der Kameradschaftsgeist dieser Jahre brachte wieder neue Bootsfahrer in die Reihen des MBC und der Blick nach neuem Gelände begann auch über die Grenze zu schweifen.